terrorgefahr

Reinfeldt: „Sie können mitten unter uns sein"

In seiner Weihnachtsansprache hat der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt dazu aufgerufen, trotz Terrordrohungen an den Grundsätzen der demokratischen Gesellschaft festzuhalten. Reinfeldt betonte:

„Offenheit, Freiheit und Vielfalt, das sind die Eigenschaften, die Schweden prägen. Doch die Perspektive der vergangenen Woche hat gezeigt, was passiert, wenn ein Selbstmordattentäter diese Grundsätze angreift. Ihm ging es nicht um eine Präsenz in Afghanistan oder etwas Ähnliches. Er hasste unsere Offenheit, Freiheit und Vielfalt und wollte sie kaputt machen.“

Reinfeldt mahnte zu Wachsamkeit angesichts möglicher weiterer Anschläge durch gleichgesinnte Extremisten:

„Auch wenn es nicht allzu viele sind, und auch wenn ihre Zahl nicht zunimmt, müssen wir begreifen, dass jemand, der plötzlich extrem handelt, auch hier geboren sein kann und trotzdem ein ganz anders Schweden sieht – mitten unter uns.“

Eine klare Absage erteilte der Regierungschef Forderungen aus islamistischen Kreisen nach Einführung von Sharia-Gesetzen:

„In Schweden gelten schwedische Gesetze und Demokratie. Sie stehen über irgendwelchen religiösen Schriften. Man kann also in Schweden nicht auf einen religiösen Text verweisen und verlangen, dass er schwedischen Gesetzen übergeordnet werden muss. So sieht Schweden nicht aus. Wir wollen unsere Demokratie bewahren und von den Gesetzen geleitet werden, die wir gemeinsam beschlossen haben.“