Noch-Chefin der Sozialdemokraten, Sahlin, nimmt nach 30 Jahren Abschied von der Reichstagspolitik - und von Ministerpräsident Reinfeldt (Foto: Fredrik Sandberg/Scanpix)
Reichstagsdebatte

Sahlin ruft zu politischer Zusammenarbeit auf

Aktualisiert 15.25 Uhr

Die scheidende Vorsitzende der Sozialdemokraten, Mona Sahlin, hat bei ihrer letzten Rede im Reichstag zur Überwindung der deutlichen Grenze zwischen den beiden politischen Lagern aufgerufen. Hinsichtlich der neuen politischen Konstellation im Reichstag seit dem Einzug der rechtspopulistischen Schwedendemokraten sei eine Zusammenarbeit zwischen dem bürgerlichen und dem rot-rot-grünen Lager wichtiger denn je, so Sahlin während der Debatte der Parteivorsitzenden. „Paradoxerweise sind die Fronten seit dem Einzug der Schwedendemokraten sogar noch weiter verhärtet. Dabei können die Schwedendemokraten nur durch Übereinkünfte über die politischen Lagergrenzen hinweg isoliert werden."

„Hiermit möchte ich in meiner letzten Reichstagsdebatte eine einfache, aber ernst gemeinte Aufforderung mit auf den Weg geben: Arbeitet zusammen! Für Schweden, für die schwedische Bevölkerung und für die Demokratie. Arbeitet zusammen, um die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, zu meistern. Mit diesen Worten will ich mich auch für die vielen interessanten Reichstagsdebatten - und auch so manche langweilige - bedanken, an denen ich in meinen fast 30 Jahren in der Politik teilgenommen habe. Danke."

Herzliche Verabschiedung

Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bedankte sich als erster von den übrigen Parteivorsitzenden mit den Worten, dass kaum ein Schwede nicht wisse, wer Mona Sahlin sei und wofür sie stehe. Dies sei das beste Zeugnis für einen Politiker. Reinfeldt überreichte Sahlin als Geschenk seiner Partei einen Ipod mit einem Hörbuch über Mahatma Gandhi mit dem Titel „Die Kunst, die Welt auf den Kopf zu stellen“.

Auch für die Doppelspitze der Umweltpartei, Maria Wetterstrand und Peter Eriksson, ist die Debatte im Reichstag die letzte ihrer Amtszeit als Vorsitzende. Auf dem Parteitag Ende Mai in Karlstad soll eine neue Spitze gewählt werden.

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