Will Wikileaks-Dokumente zur schwedischen Flüchtlingspolitik nicht kommentieren: Außenminister Bildt (Foto: Fredrik Sandberg/Scanpix)
Wikileaks-Dokumente

Bildt und Billström gegen Aufnahme irakischer Flüchtlinge

Schwedens Außenminister Carl Bildt und Migrationsminister Tobias Billström sind für ihre Aussagen gegenüber US-amerikanischen Diplomaten zur begrenzten Aufnahme von irakischen Flüchtlingen kritisiert worden. Den Verweis Bildts auf den Wunsch der schwedischen Bevölkerung nach einer strengeren Einwanderungspolitik bezeichnete die Europaparlamentarierin der Liberalen, Cecilia Wikström, in der Zeitung Svenska Dagbladet als „verabscheuungswürdig“. Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Bodil Ceballos, kündigte im Privatsender TV4 eine Klage vor dem Verfassungsausschuss des Schwedischen Reichstags an.

Aus den geheimen Wikileaks-Dokumenten von amerikanischen Diplomaten an Washington 2007, die dem Blatt vorliegen, soll hervorgehen, dass Außenminister Bildt die geplante schwedische Botschaft in Bagdad an eine Übereinkunft mit dem Irak zur Rückführung der Flüchtlinge geknüpft habe. Weder Bildt noch Billström wollten den Inhalt der Dokumente kommentieren.

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