Joakim Larsson bittet in der populären Talkshow "Skavlan" um Verständnis für die schwierige juristische Situation (Foto: Claudio Bresciani/Scanpix)
Millennium-Erbzwist

Stieg Larssons Bruder weist Kritik zurück

In den anhaltenden Erbstreitigkeiten um das Werk des Autors Stieg Larsson hat der Bruder Joakim Larsson auf die Vorwürfe im jüngst erschienenen Buch von Witwe Eva Gabrielsson reagiert. Im Schwedischen Fernsehen erklärte Joakim Larsson, sein Vater und er planten, einen Großteil der bisher eingenommenen 28 Millionen Euro für wohltätige Zwecke zu spenden. Larsson betonte, er hoffe, die langjährige Lebensgefährtin seines Bruders doch noch für einen Platz im Unternehmensvorstand gewinnen zu können. Gabrielsson hatte dies stets abgelehnt und stattdessen gefordert, die Verwaltungsrechte am Werk Stieg Larssons überschrieben zu bekommen. Dazu sagte Joakim Larsson, dies sei juristisch sehr aufwändig. An die ideellen Rechte seien nicht zuletzt beim Verhandeln mit der amerikanischen Filmindustrie immer auch die finanziellen Rechte geknüpft.

Eva Gabrielsson lebte 32 Jahre unverheiratet mit Stieg Larsson zusammen und begleitete seine Arbeit an der „Millennium“-Trilogie, deren Bücher weltweit bisher 47 Millionen Mal verkauft wurden. Als Larsson vor Erscheinen des ersten Bandes unerwartet starb, fiel das gesamte Erbe dessen Bruder und Vater zu. Ein Testament hatte Stieg Larsson nie geschrieben.

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