Überfüllt - Göteborger Verwahrunterkunft für abgewiesene Asylsuchende
asylpraxis

Abgewiesene Asylsuchende im Polizeiarrest

Die steigende Zahl der Abschiebungen abgewiesener Asylsuchender stellt die Behörden vor wachsende Probleme. Im Raum Göteborg müssen von der Ausweisung betroffene Ausländer in Arrestzellen der Polizei untergebracht werden, weil die Verwahrunterkünfte der Migrationsbehörde überfüllt sind. Der Göteborger Polizeichef Lars Klevensparr sagte im Schwedischen Rundfunk, einige der Auszuweisenden würden schon mehr als drei Wochen im Polizeigewahrsam festgehalten. Einer habe bereits mit Selbstmord gedroht. Klevensparr sagte, es sei nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schlimmes passiere. Er überlege deshalb, ob er sich beim Justiz-Ombudsmann selbst anzeigen solle, damit die Zustände geändert würden.

Vor einer Göteborger Verwahrunterkunft hatten in der vergangenen Woche Gegner der schwedischen Asylpolitik gegen die Abschiebung christlicher Iraker protestiert. Dabei gab es Zusammenstöße mit der Polizei, die mehrere Demonstranten vorübergehend festnahm.

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