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(Publicerat idag kl 17.16)
Demonstrationen in Ägypten

Reinfeldt besorgt über Eskalation

Uppdaterat torsdag 3 februari 2011 kl 14.54
Publicerat torsdag 3 februari 2011 kl 11.26
Reinfeldt hofft auf gewaltfreien Weg zur Demokratie
(3:50 min)
Auf dem Tahrir-Platz in der Kairoer Innenstadt eskalieren die Demonstrationen (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Aktualisiert 14.54 Uhr

Der zunehmend ausartende Machtkampf in Ägypten hat auch in Schweden  Besorgnis hervorgerufen. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hofft trotz der Eskalation, dass Ägypten den Weg in die Demokratie relativ gewaltfrei schafft. Unterdessen geht die Arbeit der Charterunternehmen weiter, alle schwedischen Urlauber nach Hause zu holen.

Schweden in Kairo wurden am Donnerstagmorgen erneut dazu aufgefordert, Demonstrationen und größere Menschenmengen zu meiden. Doch während die USA eine großangelegte Evakuierung ihrer Staatsbürger aus Ägypten angekündigt haben, nimmt Schweden von ähnlichen Maßnahmen bisher Abstand. Das Botschaftspersonal hilft bei der Heimreise mit einer der skandinavischen Chartermaschinen, die Zusammenarbeit zwischen Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland läuft gut. 

„Wir werden vor allem um Rat gefragt, wie man am besten zum Flughafen kommen kann“, erklärt Botschaftsmitarbeiterin Cecilia Sternemo, die am Flughafen von Kairo alle Hände voll zu tun hat. „Etliche Straßen im Land sind gesperrt und der Weg in die Großstädte ist erschwert. Der Flugverkehr funktioniert inzwischen fast wieder normal.“ 

Kritik an der Botschaftsarbeit

Die großen schwedischen Reiseveranstalter haben sämtliche Reisen nach Ägypten für den Rest der Wintersaison abgesagt. Stattdessen arbeiten die Unternehmen daran, für umgebuchte Ägyptenurlauber Sonderflüge vorzugsweise auf die Kanaren zu chartern und entsprechend  mehr Hotelbetten zur Verfügung stellen zu können. Die Reiseveranstalter Ving und Apollo rechnen damit, die letzten Urlauber am Samstag von Ägypten nach Schweden auszufliegen. 

Wer sich ein Flugticket nicht leisten kann oder Angst vor der Fahrt zum Flughafen hat, bekommt von der Botschaft keine Hilfe, klagt die 18-jährige Nashwa, mit doppelter Staatsbürgerschaft. „Ich bin sehr enttäuscht von der Botschaft. Seit einer Woche rufe ich täglich dort an, aber die sind völlig kalt und sagen, dass die EU ihre Staatsangehörigen momentan noch nicht evakuiert. Dabei evakuieren andere EU-Länder, Griechenland zu Beispiel. Ich habe darum gebeten, an einen sicheren Ort gebracht zu werden, denn ich kann noch nicht einmal Geld abheben, weil die meisten Geldautomaten zerstört sind und die Banken geschlossen. Außerdem habe ich einen provisorischen Pass bekommen, weil meiner gestohlen worden ist.“ 

Schwedische Aktivisten wollen Revolution unterstützen  

Nicht auf alle Ausländer scheinen die Unruhen abschreckend zu wirken. Einer, der erst am Mittwoch gemeinsam mit einem Freund in Kairo gelandet ist, um näher am Geschehen dran zu sein, ist der Archäologe Jonathan Pye. 

„Ich habe sofort versucht, einen Flug zu bekommen, weil ich vor Ort die Revolution unterstützen möchte. Wegen der Ausgangssperre mussten wir aber erstmal auf dem Flughafen bleiben und konnten erst am Morgen nach Kairo. Wir haben versucht, zum Tahrir-Platz zu kommen, aber die Demonstranten sind von Mubarak-Anhängern und der Polizei umringt. Wir waren gerade einmal eine Viertelstunde in Kairo, da wurden wir schon vom Mob attackiert.“

Bei den meisten Reisenden und den vor Ort Ansässigen aber wächst die Sorge stündlich. Auch Ministerpräsident Reinfeldt appellierte im Schwedischen Rundfunk an die Demonstranten beider Seiten, den Konflikt gewaltfrei zu lösen. „Ich glaube, dass es eine Lösung gibt, eine Möglichkeit – so sie genutzt wird -, die zu Demokratie führen kann. Einen Großteil der Rufe nach Reformen und der Möglichkeit, selbst über die politische Führung entscheiden zu dürfen, deute ich als einen Teil der Lösung.“ 

Auch die EU hat auf die Ausschreitungen auf den Straßen der ägyptischen Hauptstadt reagiert. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten fünf Staaten, darunter Deutschland, „alle, die Gewalt anwenden oder dazu ermutigen". Der für Freitag anberaumte EU-Gipfel hat seine Tagesordnung geändert. Statt Wirtschaft und Energie werden die Staats- und Regierungschef der Union über die Lage in Ägypten und mögliche Lösungsansätze diskutieren.

Liv Heidbüchel

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