Kritiker fürchten, die einst staatliche schwedische Bank komme bald ganz in ausländische Hand.
Finanzpolitik

Verkauf staatlicher Nordea-Anteile stößt auf Kritik

Aktualisiert 12:17

Der schwedische Staat verkaufte am Freitag 255 Millionen Aktien der Geschäftsbank Nordea und minderte so seinen Eigentümeranteil an der ehemals staatlichen schwedischen Bank von 19 auf 13,5 Prozent. Der Erlös soll zur weiteren Abtragung der Staatsschuld verwendet werden, hatte Finanzmarktminister Peter Norman im Vorfeld erklärt. Die Verkaufspläne waren stark kritisiert worden.

Der finanzpolitische Sprecher der Opposition, Thomas Östros, sagte dazu, der Staat sei ein wichtiger Großeigentümer der Bank und habe zu deren Erfolg beigetragen sowie garantiert, dass das Unternehmen schwedisch bleibe.

Auch Finanzexperten halten den Verkauf für einen Fehler. Es sei ein schlechtes Geschäft Aktien einer rentablen Bank zu verkaufen, die regelmäßig Dividende ausschütte, um mit dem einmaligen Erlös Schulden mit einem niedrigen Zinssatz zu tilgen, sagte etwa der Finanzanalyst Peter Malmquist.

Nach Angaben des zuständigen Ministers ist die Identität des Käufers unbekannt. Als Hauptspekulant galt im Vorfeld der finnische Finanzkonzern Sampo, bereits zuvor einer der Großeigentümer der Bank.

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