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Konjunktur

Schwedische Wirtschaft brummt

Publicerat fredag 4 februari 2011 kl 13.02
Aufwärts für schwedische Wirtschaft
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Einer der Gewinner der anziehenden Weltwirtschaft: Berbauunternehmen LKAB in Kiruna (Foto: Bertil Ericson/Scanpix)
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Für die Lastwagenhersteller läuft es gut (Foto: Björn Larsson Rosvall/Scanpix)

Die Finanzkrise und in der Folge die Niedrigkonjunktur sind Geschichte. Banken und Unternehmen haben durchweg positive Quartalsberichte vorgelegt, auch wenn sie teilweise hinter den Erwartungen zurückblieben. Selbst die Exportindustrie glaubt fest an einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung in diesem Jahr.

Zusammengefasst lassen die letzten Quartalsberichte des Jahres 2010 nur einen Schluss zu: Schwedens Wirtschaft hat sich erholt und die Weltfinanzkrise überwunden. Besonders gut lief es für die Banken Nordea und SEB, die mit neuen Milliardengewinnen die Prognosen sogar übertrafen. Positiv überraschten auch die Exportunternehmen. Bei den Lastwagenherstellern Volvo und Scania stiegen die Gewinne zum Jahresabschluss deutlich an – nicht zuletzt für die Aktionäre Grund zur Freude. 

Deutliche Zeichen der Erholung lassen sich auch bei den Maschinenbauern Sandvik und Atlas Copco ablesen. Elektrotechnik- und Technologiekonzern ABB und Kugellagerhersteller SKF legten zwar gute Resultate vor, blieben aber hinter den Erwartungen zurück, was sich unmittelbar an der Börse bemerkbar machte. 

„Alles in allem bestätigen sich jetzt die Erwartungen des Aktienmarktes vom Spätherbst“, erläutert Martin Guri, Aktienstratege bei Großbank Nordea. „Die Anzeichen für einen konjunkturellen Aufschwung und bedeutende Gewinne gab es zu diesem Zeitpunkt schon. Für manche Unternehmen sind die Gewinne eher enttäuschend, aber die Erwartungen waren teilweise vielleicht zu hochgeschraubt.“ 

Positiver Blick in die Zukunft 

Insgesamt regiert der Optimismus, sind sich die Experten einig. Die weiter anziehende Weltwirtschaft schürt die Hoffnung bei den hiesigen Unternehmen auf eine positive Verkaufsentwicklung in diesem Jahr. 

Zwei altbekannte Risikofaktoren bleiben der schwedischen Wirtschaft auch 2011 erhalten: Zum einen die starke Krone, die die Nachfrage abflauen und die Gewinne der Exportfirmen schrumpfen lässt, zum anderen die global steigenden Rohstoffpreise, auf die nicht zuletzt die großen Importnationen wie China Einfluss nehmen, gibt Martin Jansson, Rohstoffstratege bei der Handelsbanken, zu bedenken. 

„Für die schwedische Schwerindustrie führt das einige Probleme mit sich. Sie konkurriert mit chinesischen Unternehmen um dasselbe Material. Die Bergbau- und Ölindustrie kann bei der Produktion nicht in dem Maß mithalten, wie es nötig wäre.“ Es würde mehrere Jahre dauern, bis die Industrie annähernd die Kapazität aufgebaut habe, die sich mit der Nachfrage etwa der chinesischen Konkurrenz messen lassen könne, so der Rohstoffstratege. 

Gewinner der Preissteigerung bei den Rohstoffen sind die schwedischen Bergbauunternehmen Boliden und LKAB, die stark nachgefragte Metalle wie Kupfer und Zink fördern.

Neue Arbeitsplätze vor allem außerhalb Schwedens

Ob sich der wirtschaftliche Aufschwung auch am Arbeitsmarkt bemerkbar macht, ist jedoch eher fraglich, so Aktienstratege Martin Guri. 

„Ja und nein. Generell kann man sagen, dass die Exportunternehmen mehr einstellen wollen, aber vorzugsweise in den Ländern, wo die Nachfrage und die Kunden sind, also in den Wachstumsmärkten und nicht so sehr in Schweden. Die meisten Jobs werden außerhalb der Landesgrenzen entstehen.“ 

Das hehre Ziel der Regierung, die Arbeitslosenquote bis 2014 auf 5 Prozent zu drücken, wird sich mit Hilfe der heimischen Schwerindustrie – traut man der Expertenmeinung – wohl nicht erreichen lassen.

Liv Heidbüchel/ Göran Löwing

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