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Winterreifen bald auch für Lkw? Foto: Johan Nilsson / Scanpix
Auf Schiene und Strasse

Schneechaos kommt Schweden teuer

Winterreifenpflicht für Lkw gefordert
2:50 min

Der strenge und schneereiche Winter auch in dieser Saison hat die schwedische Volkswirtschaft viel Geld und Zeit gekostet. Das staatliche Bahnunternehmen SJ geht davon aus, dass sich die Mehrausgaben für das winterliche Chaos auf umgerechnet rund 30 Millionen Euro belaufen. Der Automobilclub „Motormännen“ schätzt die Länge der Verkehrstörungen auf zusammengerechnet 158 Tage. Während die Bahn Verbesserungen verspricht, fordert der Automobilclub eine Winterreifenpflicht auch für Lastwagen.

Egal, ob mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln: Wer in Schweden in diesem Winter unterwegs war, musste häufig viel Zeit und Geduld aufwenden. Zugeschneite Gleise und Weichen, eingestellte, verspätete und liegengebliebene Züge, nicht geräumte oder von liegengebliebenen Lkws blockierte Straßen – der kalte und schneereiche Winter hat Schweden vor allem im Dezember und Januar ein Verkehrschaos beschert. Jetzt präsentierte das staatliche Bahnunternehmen SJ und der Automobilclub die Bilanz.

So musste SJ für das Jahr 2010 Gewinneinbußen von umgerechnet rund 22 Millionen Euro hinnehmen. Ohne die winterlichen Probleme hätte man das Ergebnis von 2009 sogar noch leicht übertroffen, wie SJ-Geschäftsführer Jan Forsberg erklärt. Die Bahn schreibt mit dem Winter rund 30 Millionen Euro ab und Forsberg verspricht, wie schon so höufig zuvor, Besserung: „Wir wissen, dass die Menschen andere Alternativen wählen, wenn sie merken, dass sie sich nicht auf die Bahn verlassen können. Wir werden alles tun – sowohl finanziell als auch mit anderen Mitteln – damit wir so gut wie möglich werden.“

222.841 Minuten im Stau

Besser werden muss auch die Räumung der Straßen. Dies meint der Automobilclub „Motormännen“ und beziffert die Summe der Verzögerungen in diesem Winter auf 227.841 Minuten. Zusammengenommen rund 158 Tage seien die Autofahrer auf den schwedischen Straßen aufgehalten worden und damit zu spät zur Arbeit oder nach Hause gekommen.

Maria Nichani von der Straßenverkehrsbehörde räumt ein, dass die zuständigen Stellen bei der Schneeräumung an ihre Grenzen gestoßen waren: „Die enormen Schneemengen, die gefallen sind, waren einfach eine riesige Herausforderung.“

Winterreifenplicht für Lkw 

Allzu häufig behinderten liegengebliebene Lastwagen Verkehr und Schneeräumung. Hier sei der Gesetzgeber gefordert, meint Niklas Stavegård von Motormännen: „Eine Winterreifenpflicht für Lastwagen und Busse, wie sie heute schon für Pkw gilt, würde viel bringen. Heute gilt für schwere Fahrzeuge lediglich die Mindestprofiltiefe von 5 mm. Aber das reicht eben nicht. Das hat unsere Untersuchung gezeigt.“

Laut Berechnungen des Automobilclubs würde eine Winterreifenpflicht für Lkw der Volkswirtschaft jährlich Einsparungen von rund 2,2 Millionen Euro bringen. Gleichzeitig würde das Unfallrisiko um über ein Drittel sinken.

Dieter Weiand

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