Einer von 6.000 Jägern, die 20 Wölfen an den Kragen wollen
WOLFSJAGD

Schwedens Wolf-Politik in der Kritik

Wolf-Politik in der Kritik
6:10 min

Am Dienstagnachmittag hat im Reichstag eine Debatte über die Wolfsjagd begonnen, die in- und außerhalb Schwedens für harte Kritik gesorgt hat. Umweltminister Andreas Carlgren verteidigte die Linzenzjagd, die von der bürgerlichen Regierung 2010 nach 45 Jahren wieder eingeführt worden war. Es gebe nur einen Weg, den Wolf zu retten, sagte Carlgren: "Wir müssen neue Wölfe nach Schweden holen, um der alarmierend hohen Inzucht im Bestand beizukommen. Und um für diese Politik in den von den Wölfen berührten Gebieten Akzeptanz zu erhalten, ist eine begrenzte Jagd vonnöten", so der Minister.

Jens Holm von der Linkspartei, die die Debatte beantragt hatte, richtete an Carlgren die Frage, weshalb man Jagd auf Wölfe mache, nachdem Forscher festgestellt hätten, dass mehr Wölfe nötig seien. Die diesjährige schwedische Lizenzjagd war am 15. Januar eröffnet worden und dauert bis zum 15. Februar an. In der Praxis dürfte sie aber schon früher zu Ende sein, da von der vorgegebenen Quote von 20 Tieren nur noch ein einziger Wolf aussteht. Mittlerweile sind Experten sicher: Schwedens Regierung muss ihre Marschrichtung in der Politik gegenüber dem Wolf ändern. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission dies gegenüber Schweden deutlich gemacht.

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