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Arbeitsmarkt

Arbeits- und Entwicklungsgarantie unter der Lupe

Publicerat måndag 14 februari 2011 kl 13.23
70 Prozent finden Arbeit
(3:15 min)
Clas Olsson, Analysechef der Arbeitsmarktbehörde. Foto: Bertil Ericson/Scanpix

Zum ersten Mal seit Einführung der so genannten Arbeits- und Entwicklungsgarantie im Jahr 2007 hat die Arbeitsmarktbehörde den Effekt des Programms zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen analysiert. Das Programm wendet sich an Personen, die länger als 300 Tage ohne Arbeit sind. Das Ergebnis: eine überwältigende Mehrheit findet in den ersten Monaten ihrer Teilnahme Anstellung, doch je länger man in der Maßnahme bleibt, desto geringer wird die Chance auf Arbeit.

„Die Zahl derjenigen, die die Arbeits- und Entwicklungsgarantiemaßnahme während der ersten oder zweiten Phase verlassen, ist relativ hoch. Bevor man nach 450 Tagen in die so genannte Dritte Phase kommt, haben 70 Prozent der Teilnehmer die Maßnahme verlassen, fast alle in eine neue Anstellung“, erklärt Clas Olsson, Analysechef der Arbeitsmarktbehörde. Ungefähr vergleichbar mit den Ein-Euro-Jobs in Deutschland wird dem Arbeitslosen in der Phase Drei des Projekts  gegen geringfügige Bezahlung ein Praktikumsplatz bei einem Arbeitgeber zugewiesen, um dort Aufgaben zu erledigen, die sonst nicht ausgeführt würden. Es geht darum, nach zum Teil mehrjähriger Arbeitslosigkeit einen Fuß auf den Arbeitsmarkt zu bekommen und Erfahrung zu sammeln, ohne damit reguläre Arbeitsplätze zu blockieren.

Schwer vermittelbar

Immerhin etwa dreißig Prozent der Teilnehmer gelangen in die dritte Phase. Von dort ins Arbeitsleben treten jedoch nur wenige, so Clas Olsson: „Die Wahrscheinlichkeit, während des Programms eine Anstellung zu finden, nimmt ab, je mehr Zeit vergeht. Am Anfang geht es bei vielen schnell, aber je mehr Zeit vergeht, desto weniger Teilnehmer pro Monat finden Anstellung. Hinzu kommt – und das ist wahrscheinlich die Ursache – dass es eine Gruppe Menschen gibt, die schwerer zu vermitteln sind. Das sind Personen mit Behinderungen, ältere Menschen – was merkwürdig ist, eigentlich sollten die Arbeitgeber deren Erfahrungen ja schätzen, finde ich – und das sind Personen ausländischer Herkunft. Jugendliche hingegen halten sich nur selten lange in unserer Maßnahme auf.“ Für 30 Prozent der Langzeitarbeitslosen ist das Programm also wenig hilfreich. Die Behörde denkt daher über Veränderungen der dritten Phase nach. Nicht zuletzt die Tatsache, dass die in Phase Drei ausgeführten Arbeiten nicht wirklich gebraucht werden, könne ein Problem darstellen. Es sei ein Widerspruch in sich, dass Menschen arbeiten sollen, aber nichts Sinnvolles tun dürfen, so Clas Olsson. „Wir haben der Regierung vorgeschlagen, dass wir die Phase Drei umgestalten möchten und mehr tun, als die Leute nur beschäftigen.“ 

Sozialdemokraten kritisch

Die sozialdemokratische Opposition fordert ebenfalls eine Veränderung der dritten Phase der Arbeitsmarktgarantie. Vor der Presse sagte die Reichstagsabgeordnete Ylva Johansson, es sei ein Armutszeugnis, dass bei blühender Wirtschaftsentwicklung täglich 50 Personen in die dritte Phase des Arbeitsmarktprojektes gelangen, ohne größere Aussicht auf Arbeit. Die Sozialdemokraten fordern die Wiedereinführung zweier Arbeitsmarktmaßnahmen, die 2006 von der Regierung Persson eingesetzt wurden. Bei den so genannten Plus-Jobs ersetzte der Staat Arbeitgebern, die Langzeitarbeitslose anstellen, die Lohnkosten zu 100 Prozent. Die andere Maßnahme subventionierte die Anstellung Langzeitarbeitsloser als Aushilfen, wenn ein fest Angestellter eine Auszeit zu Weiterbildungszwecken nahm.

Luise Steinberger

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