Kernkraft

Carlgren: "Atomkraft ist ein Übergangsphänomen"

Der Atomkraft steht in Schweden keine neue Ära bevor, sie ist ein Übergangsphänomen der schwedischen Energiepolitik, das sagte Umweltminister Andreas Carlgren am Freitag im Reichstag in einer Sonderdebatte zum Thema. Carlgren stellte auch klar, dass der Energiekompromiss der vier Regierungsparteien und der daraus folgende Reichstagsbeschluss zwar den Bau neuer KKWs zum Ersatz alter zulasse, dass damit aber kein Ausbau der Kernkraft angestrebt werde. Die Betreiber müssten Bauprojekte selbst finanzieren, verdeutlichte der Minister zudem erneut. Die Grünen hatten die Debatte aus Anlass des Kernkraftunglücks in Japan beantragt.

Grünen-Sprecherin Maria Wetterstrand hob hervor, sie habe die Kernkraft bislang nicht Zweifel an der aktuellen Sicherheit der schwedischen Reaktoren abgelehnt, die Ereignisse in Japan hätten sie in dieser Frage jedoch zum Umdenken gezwungen. „Wir sollten die Reaktoren nun abschalten, bevor sie haverieren, appellierte Wetterstrand und hob hervor, Schweden verfüge über hervorragende Vorraussetzungen, einen anderen Weg anzusteuern, da viel erneuerbare Energiequellen zur Verfügung stünden. Der Energiepolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Lars Johansson, kündigte an, seine Partei wolle die Ausstiegsdebatte auch weiterhin lebendig halten.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista