Asylpolitik

„Ehrengewalt“ selten Asylgrund

Gewalt im Namen der so genannten Familienehre führt nur bei jedem dritten Asylantrag zu einer Aufenthaltsgenehmigung. Dies berichtet das Schwedische Fernsehen. Demnach wurde der Antrag von 160 Asylsuchenden in fast 100 Fällen abgewiesen, darunter auch von Frauen, die von ihren Vätern mit dem Tod bedroht wurden. Die schwedische Migrationsbehörde begründete ihren Beschluss damit, dass die Betroffenen in Frauenhäusern in ihren Heimatländern ausreichend Schutz bekämen.

Frauenorganisationen in beispielsweise Kurdistan kritisierten die Migrationsbehörde und wiesen daraufhin, dass viele Frauenhäuser schwerwiegende Sicherheitsprobleme aufwiesen und entgegen der Annahme der schwedischen Behörde keineswegs ausreichend freie Plätze hätten.

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