Mehr als romantische Schatzsuche

1956 fand Franzén in der Nähe des Stockholmer Inselchens Beckholmen ein Wrack, das er für die Wasa hielt. Die Bergung des Schiffes war für den Privatmann allerdings ein nahezu unmögliches Vorhaben.

So kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren nur sehr wenige Schweden an Geschichtsforschung interessiert. Die meisten wandten sich wesentlich intensiver der Zukunft und ihren Möglichkeiten zu. Mit seinem Enthusiasmus und seiner Fähigkeit, Freundschaften zu schließen, gelang Franzén jedoch das schier Unmögliche:

Die Marine stellte kostenlos ihre Taucher zur Verfügung. Franzén konnte auch die Rederei Broström dazu bewegen, Bergungsschiffe bereitzustellen.

Die schwedische Regierung und der Staat zeigten kein nennenswertes Interesse an dem Bergungsprojekt. Viele betrachteten Franzéns Idee als eine Schatzsucher-Marotte.

Dass es wirklich zur Hebung der Wasa kam, ist Franzéns Kontaktnetz und seiner Fähigkeit, geeignete Sponsoren zu finden, zu verdanken. Im Winter 1959 erhielt er eine größere Summe aus dem König Gustaf VI Adolf- Gedächtnisfond. Damit waren die Türen zu wichtigen anderen Institutionen und bedeutenden Unternehmen geöffnet. Die Projektkasse füllte sich unter anderem mit Geld von der Wallenbergstiftung.

Erst als die übel zugerichtete Wasa sich im April 1961 allmählich der Wasseroberfläche näherte, begannen Politiker und Beamte den Wert des alten Flaggschiffes einzusehen und Pläne für seine Zukunft zu entwickeln.

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