Aidskranker in einem thailändischen Krankenhaus. In Zukunft kann HIV schneller entdeckt und behandelt werden.

Neue Technik kann HIV-Verbreitung hemmen

"Das bedeutet, dass man potenziell die Verbreitung von HIV einschränken kann."
1:20 min

Schwedische Forscher haben eine neue Technik zur frühen Entdeckung von HIV entwickelt. Mithilfe eines empfindlichen Messapparates kann das Virus bereits innerhalb weniger Wochen im Blut nachgewiesen werden. Mit der Behandlung der Patienten kann somit wesentlich früher als bisher begonnen werden.

Zwanzig Jahre haben die schwedischen Forscher an dem Messapparat gearbeitet. Das hochempfindliche Instrument kann schnell Auskunft darüber geben, ob ein Patient mit HIV infiziert ist oder nicht. Bislang dauert es mehrere Monate, bis Testergebnisse vorliegen.

"Frühzeitige Entdeckung von HIV wesentlich"
Die Erfindung sei vor allem für die Dritte Welt von großer Bedeutung, weil sie die Verbreitung von HIV hemmen könne, so Martin Hedström, Doktor für Biotechnologie an der Technischen Hochschule von Lund. Hedström ist einer der Forscher, die den Apparat entwickelt haben:

„Das bedeutet, dass man potenziell die Verbreitung von HIV einschränken kann. Man kann sogar mit der Therapie früher beginnen, was für den betroffenen Patienten von großem Vorteil sein kann.“

Breites Anwendungsgebiet
Das Instrument, das leicht in einen Schuhkarton hineinpasst, kann aber noch weitaus vielseitiger eingesetzt werden. So kann es Giftstoffe in niedrigen Konzentrationen, Viren und andere Stoffe in Flüssigkeiten sowie Verunreinigungen in Medikamenten nachweisen. Unter anderem lassen sich mit der neuen Methode auch Cholerabakterien feststellen.

Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA ist bereits auf die schwedische Erfindung aufmerksam geworden und wird das Analyseinstrument jetzt prüfen.

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