Grausamer Mord

Bilder des Opfers im Internet aufgetaucht

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Details über einen äußerst brutalen Mord im mittelschwedischen Bollnäs sind an die Öffentlichkeit gelangt. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, wurden in einem Internetforum Bilder von Leichenteilen des Opfers veröffentlicht. Der Anwalt der Hinterbliebenen ist entsetzt, und die Polizei sucht nach einem Leck.

Der Mord an dem 26-Jährigen Mann weckte wegen seiner bestialischen Brutalität viel öffentliches Interesse in Schweden. Es ging um eine Abrechnung im Drogenmilieu. Die drei 19-Jährigen Männer hatten ihr Opfer mit über 30 Messerstichen regelrecht zu Tode gefoltert und dann die Leiche zerstückelt an einem Waldrand hinterlassen. Jetzt – gut einen Monat nachdem das Gericht in Hudiksvall die drei Angeklagten für schuldig gesprochen hat – sind in einem Internetforum Bilder von den Leichenteilen am Fundort aufgetaucht. Anwalt K-G Myhrberg ist erschüttert: „Das ist schrecklich. Es fällt mir schwer, mit vorzustellen, dass jemand so tief sinken kann, dass man sich dazu herablässt, solche Bilder ins Internet zu stellen. Es ist furchtbar, dass die Angehörigen, die wissen, dass ihr Sohn ermordet und zerstückelt worden ist, nun auch damit leben müssen, dass es Bilder davon im Internet gibt.“

Die drei Verurteilten hatten in Erwartung des Urteils Hafterleichterungen erhalten. Einen Tag nach Einführung der Hafterleichterung tauchten die Bilder im Internet auf.

Die Polizei glaubt nicht, dass es schwer sein wird, nachzuweisen, wer das Material im Internet veröffentlicht hat. Neben dem Gericht hatten nur die Ermittlungsbehörden und Anwälte Zugang.

Für Anwalt Myhrberg ist der Schaden jedoch bereits geschehen. Über 70.000 User haben sich die Bilder bis zum Montag angesehen. Erschreckend, meint Myhrberg: „Das so etwas passieren kann, ist genauso schrecklich wie feststellen zu müssen, dass die Leute so neugierig sind. Für die Angehörigen ist es eine Katastrophe zu wissen, dass sich so viele Menschen die Bilder angesehen haben.“

Die drei Verurteilten leiden laut einem Gutachten nicht an psychischen Störungen und müssen deshalb mit einer Haftstrafe rechnen.

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