Einwanderung/Arbeitsmarkt

Einwanderer bekommen Sozialhilfe statt Arbeit

Entgegen der Zielsetzung der Regierung werden Neuankömmlinge in Schweden weiterhin oft zuerst an die Sozialbehörden und nicht an die Arbeitsvermittlung verwiesen. Dies zeigt eine Untersuchung des Verbandes schwedischer Kommunen und Provinziallandtage. Demnach waren im Laufe des ersten Halbjahres ihres Aufenthalts 84,6 Prozent der Einwanderer auf Sozialhilfe angewiesen.

Die von der bürgerlichen Regierung im Dezember 2010 beschlossene so genannte „Etablierungsreform" hat somit bislang keinen Erfolg erbracht. Mit der staatlichen Arbeitsvermittlung als erstem Anlaufpunkt sollte die Verantwortung für die Neuankömmlinge laut der Reform von den Kommunen auf den Staat übergehen. Integrationsminister Erik Ullenhag hatte die anvisierte Veränderung als „größte Integrationsreform der letzten 25 Jahre" bezeichnet.