Zimmer mit Aussicht

Rückschlag für Stockholmer „Weiden-Mörder": Nachschub aus Deutschland

Nach der zielgerichteten Vergiftung von Weiden in der Stockholmer Innenstadt sollen Weiden aus Deutschland die entstandenen Lücken füllen. Er sei soeben aus Deutschland zurückgekehrt, wo er sechs jeweils zehn bis zwölf Meter hohe Bäume ausgewählt habe, sagte Björn Embrén von der Stockholmer Stadtverwaltung der Tageszeitung Dagens Nyheter. Die Weiden seien genauso hoch wie die ursprünglichen und würden diese bis spätestens Mitte November ersetzen.

Ein oder mehrere unbekannte Täter hatten in die Bäume am Norr Mälarstrand Löcher gebohrt und in die Löcher Gift geleitet, was zum langsamen Absterben geführt hatte. Die Bäume waren daraufhin gefällt worden. Die Anwohner der betroffenen Adressen Norr Mälarstrand 6-16 würden nun nicht mehr lange Freude an dem freien Ausblick über den Mälaren haben, sagte Embrén. Gerüchte hatten geltend gemacht, beim Täter handele es sich um einen Anwohner, der im überhitzten Stockholmer Wohnungsmarkt für seine Wohnung einen unverstellten Seeblick habe erlangen und somit den Verkaufswert habe steigern wollen. Die Wiederherstellung der Weiden-Allee kostet die Stadt Stockholm laut Dagens Nyheter umgerechnet rund 160.000 Euro.