Gerichtsverhandlung in Äthiopien

Keine Kollegen bei Prozess gegen schwedische Journalisten

Der Prozess gegen die beiden in Äthiopien inhaftierten schwedischen Reporter Martin Schibbye und Johan Persson findet unter Ausschluss anderer schwedischer Journalisten statt. Wie die Nachrichtenagentur TT meldet, ist keinem Vertreter führender schwedischer Medien ein Visum gewährt worden.

Der Vorsitzende des schwedischen PEN-Clubs, Ola Larsmo, äußerte sich gegenüber der Zeitung Dagens Nyheter besorgt. Wenn keine schwedischen Journalisten ins Land gelassen würden, um den Prozess zu beobachten, sei es schwer, an Informationen zu gelangen, so Larsmo.

TT zufolge arbeitet das Außenamt daran, schwedischen Medien die Beobachtung des Prozesses doch zu ermöglichen. Von äthiopischer Seite habe es geheißen, dass es einen offenen Prozess geben werde, so Ministerpräsident Reinfeldt. An dieses Versprechen werde man die äthiopischen Behörden erinnern.

Schibbye und Person sind wegen mutmaßlicher Terrorverbrechen angeklagt, weil sie sich illegal im Land aufhielten und Kontakt mit einer Rebelleneinheit in der Unruheprovinz Ogaden hatten. Den Journalisten droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 18 Jahren. Prozessauftakt ist am 18. Oktober.

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