EU will Beobachter für Zwangsausweisungen (Fotos: Scanpix)
asylpolitik

EU will schwedische Abschiebepraxis überwachen

Die europäische Grenzkontrollbehörde Frontex will die schwedische Praxis bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber von unabhängigen Beobachtern überwachen lassen. Das bestätigte die für Migrationsfragen zuständige schwedische EU-Kommissiarin Cecilia Malmström im Schwedischen Rundfunk. Sie sagte, Schweden werde diese Forderung der Kommission gewissenhaft befolgen. Es sei denkbar, dass sich Mitglieder freiwilliger Organisationen bei künftigen Ausweisungen vergewisserten, ob die Grundrechte und die Menschenwürde der Betroffenen gewahrt würden. In letzter Zeit hatten sich Proteste gegen Zwangsausweisungen gemehrt, die oft bei Nacht und von der Öffentlichkeit abgeschirmt stattfinden.

Demonstranten, die zu den Asylunterkünften vordringen konnten, berichteten von polizeilichen Übergriffen bei der Abschiebung. So seien Betroffene gefesselt und mit Augenbinden abtransportiert worden. Im Laufe des Jahres hat die schwedische Migrationsbehörde in bisher neun Abschiebeaktionen vor allem abgewiesene Iraker mit Charterflugzeugen in ihr Land zurückbringen lassen.

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