Als Terroristen angeklagt: Martin Schibbye und Johan Persson (Foto: Sveriges Radio)
schweden/äthiopien

Vor Ogaden-Prozess Kritik an Bildt

Im Vorfeld des angekündigten Prozesses gegen zwei in Äthiopien als Terroristen angeklagte Schweden nimmt die Kritik am Verhalten von Außenminister Carl Bildt zu. Politische Gegner, aber auch Mitglieder von Parteien des Regierungsbündnisses werfen dem Minister zweierlei vor: Erstens tue er nicht genug, um die Freilassung der beiden inhaftierten schwedischen Journalisten zu erreichen. Zweitens verschleiere er seine Rolle im Mineralölunternehmen Lundin Petroleum, das in Äthiopien wirtschaftlich engagiert sei. Bildt betrachtet die Kritik in beiden Punkten als unberechtigt. Er hat mehrfach erklärt, die Regierung habe wiederholt die bedingungslose Freilassung der beiden Männer verlangt. Im Übrigen habe er seinen Vorstandsposten bei Lundin Petroleum verlassen, bevor das Unternehmen in Äthiopien aktiv geworden sei.

Die Journalisten Martin Schibbye und Johan Persson waren im Juli in der Unruheprovinz Ogaden gefangengenommen worden, wo sie eine Rebelleneinheit begleitet hatten. In dem bevorstehenden Prozess drohen ihnen für den Fall einer Verurteilung wegen Terrortätigkeit langjährige Freiheitsstrafen.

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