Angeklagte Reporter in Äthiopien

Journalisten-Prozess verschoben

Mit leichter Verspätung ist am Dienstagvormittag der Prozess gegen die beiden in Äthiopien wegen Terror angeklagten schwedischen Journalisten Johan Persson und Martin Schibbye eingeleitet  worden. Wie die Nachrichtenagentur TT berichtet, musste die Verhandlung aufgrund des enormen medialen Interesses mit Pressevertretern aus einem Dutzend Länder in einen größeren Gerichtssaal verlegt werden.

Nach nur einstündiger Verhandlung vor dem Gericht in der äthiopischen Hauptstadt Adis Abeba wurde die Fortführung des Prozesses auf Donnerstag vertagt. Hintergrund sind zwei mitangeklagte Äthiopier, die noch keine Verteidiger haben.

Der Reporter und der Fotograf sind des Terrorismus in der Unruheprovinz Ogaden angeklagt, was Persson und Schibbye bestreiten. Zugegeben haben die Journalisten dagegen ihre illegale Einreise ins Land. Ihre Verteidiger rechnen mit einer Verhandlungsdauer von mindestens vier Monaten. Sollten die Schweden verurteilt werden, droht ihnen eine Gefängnisstrafe bis zu 18 Jahren.

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