Bahnhof von Kumla - Endstation für Elfjährige ohne Fahrschein (Foto: Conny Sillén/Scanpix).
Zu strenge Ticketkontrolle?

Kein juristisches Nachspiel von Zugverweis

Die Schaffnerin, die im Sommer eine Elfjährige ohne Fahrschein des Nahverkehrszuges verwiesen hatte, muss nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Wie die Zeitung Nerikes Allehanda schreibt, schloss die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen unter der Begründung ab, dass es keine Beweise für einen Verstoß gegen die Dienstvorschrift gebe.

Der Fall hatte für einiges Aufsehen gesorgt. Das elfjährige Mädchen hatte keinen gültigen Fahrschein vorzeigen können und auf ihre ältere Schwester verwiesen, die sich zum Zeitpunkt der Kontrolle auf Toilette befunden haben soll. Die Schaffnerin hatte das Kind, das sich nur schlecht auf Schwedisch verständigen konnte, daraufhin am Bahnhof der mittelschwedischen Kleinstadt Kumla ohne jede Begleitung abgesetzt, obwohl es bereits Abend war. Eine Frau hatte das Mädchen bei sich übernachten lassen und die Polizei verständigt.

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