Sieht vorerst keinen Erklärungsbedarf
Lundin Petroleum in Äthiopien

Bildt nun auch parteiintern unter Druck

Vor dem Hintergrund des Prozesses gegen zwei des Terrorismus angeklagte schwedische Journalisten in Äthiopien gerät Außenminister Carl Bildt zunehmend auch innerhalb seiner Partei unter Druck. Wie die Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtet, fordern mehrere gewichtige Mitglieder, dass Bildt auf dem gegenwärtig laufenden Kongress der konservativen Moderaten eine Erklärung abgibt. Im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied im Ölunternehmen Lundin Petroleum war Bildt vorgeworfen worden, er sei in dem aktuellen Rechtsfall befangen und setze sich nicht genügend für die Journalisten ein. 

Die Journalisten Johan Persson und Martin Schibbye waren illegal in Äthiopien mit dem Ziel eingereist, die Geschäftstätigkeit von Lundin Petroleum im Land zu untersuchen. Der Außenminister hatte behauptet, mit Geschäften in Äthiopien grundsätzlich nichts zu tun gehabt zu haben. Nach Informationen des Schwedischen Rundfunks war Lundin Petroleum in Bildts Zeit im Aufsichtsrat allerdings sehr wohl in Äthiopien aktiv gewesen. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt betonte auf dem Parteikongress auf Anfrage, Bildt habe sich stets „für Menschenrechte, Frieden und Versöhnung" eingesetzt. Zu seinem genauen Informationsstand über Bildts Beziehungen zu Lundin Petroleum wollte sich Reinfeldt nicht äußern.

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