Mitten in der Zahlungsunfähigkeit

Bereicherte sich der Saab-Chef ungesetzlich?

Die Gelder, die der Chef des Autobauers Saab, Victor Muller, im vergangenen Jahr entgegengenommen hat, sind möglicherweise unrechtmäßig erworben. Es könne sich um einen Gesetzesverstoß handeln, sagte Saab-Konkursverwalter Rolf Åbjörnsson im Schwedischen Fernsehen. Man dürfe keine Gelder aus einem instabilen Unternehmen abziehen, sofern dies nicht dem Unternehmen diene.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Muller von Saab Automobile sowie von Swedish Automobile Beträge in Millionenhöhe in Form von Gehalt, Beratervergütung, Boni und Aktienprogrammen entgegengenommen hatte. Auch 2011 soll er monatlich Vergütungen für Beratertätigkeit entgegengenommen haben. Gleichzeitig hatte sich die Situation bei Saab zugespitzt. Das Unternehmen hatte seine Zulieferer nicht mehr bezahlen und Löhne vielfach nicht pünktlich auszahlen können. Mehrere Mitarbeiter hatten daraufhin Kredite aufnehmen müssen.

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