Medikamenten-Cocktail für den Fisch - und den Verbraucher
Östrogene im Meer

Ostsee-Anrainer besorgt über mutierte Fische

Auf Initiative Schwedens haben sich Umweltschutz- und Pharmaindustrievertreter aus sieben der insgesamt neun Ostsee-Anrainerstaaten über die Wasserverschmutzung durch Medikamentenrückstände beraten. Wie die Zeitung Svenska Dagbladet schreibt, einigten sich die Teilnehmer während des Treffens in Schweden auf eine Durchsicht der rund um die Ostsee produzierten Medikamente.

Außerdem soll erwogen werden, inwieweit sich durchsetzen ließe, dass Medikamente nicht mehr einfach in der Toilette entsorgt werden. Das in Deutschland und Schweden gängige Prinzip, Medikamentenreste in der Apotheke abzugeben, ist in anderen Ländern rund um die Ostsee unbekannt.

Hintergrund der Beratungen sind alarmierende Berichte, wonach der Fischbestand weltweit durch zu viele Östrogene aus Anti-Baby-Pillen im Wasser feminisiert wird. Forscher warnen inzwischen davor, dass auch das Trinkwasser durch Medikamentenrückstände nachhaltig verunreinigt sein kann.

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