Beweise reichen für neuen Prozess nicht aus.
Umstrittene Beweislast

Freispruch im Sterbehilfe-Prozess bestätigt

In dem viel beachteten Prozess gegen eine Ärztin am Astrid-Lindgren-Krankenhaus, die sich wegen Totschlags eines schwerstkranken Babys verantworten musste, bleibt es beim Freispruch vor dem Amtsgericht. Wie der Schwedische Rundfunk meldet, erklärte der zuständige Oberstaatsanwalt am Dienstag, es lägen keine ausreichenden Gründe für eine Berufungsklage vor. Das Oberlandesgericht würde in diesem Falle neue Beweise für die Schuld der Ärztin fordern. Diese gäbe es jedoch nicht, so die Staatsanwaltschaft.

Vor zwei Wochen war die Ärztin von dem Vorwurf des Totschlags freigesprochen worden mit der Begründung, die Blutanalysen des Amts für Rechtsmedizin seien nicht ausreichend zuverlässig gewesen. Die Proben hatten ergeben, dass dem schwerbehinderten Frühchen eine Schmerzmittelüberdosis verabreicht worden war. Ob dies jedoch zum Tod des Babys geführt habe und ob die Ärztin das Mittel gespritzt habe, sei nicht eindeutig bewiesen, so der Schluss der Amtsrichter.

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