Für viele Arbeitslose sieht die Lage trübe aus (Foto: Bertil Ericson/Scanpix)
Neue Bezugsregeln

Mehr sollen Arbeitslosengeld erhalten

Nach einer Reihe viel beachteter Berichte über Arbeitslose ohne jegliche finanzielle Absicherung will Schwedens Regierung die Regeln für den Bezug von Arbeitslosengeld lockern. Das hat der Vorsitzende des parlamentarischen Arbeitsmarktausschusses, Tomas Tobé, erklärt. Im Schwedischen Rundfunk sagte Tobé, künftig sollte statt einer bestimmten Zahl monatlich geleisteter Arbeitsstunden auch ein geringer Monatsverdienst zum Bezug von Arbeitslosengeld berechtigen.

Bislang muss man sechs Monate lang monatlich 80 Stunden gearbeitet haben. In der Praxis schließt dies nahezu sämtliche in Halbzeit Arbeitenden aus, da so gut wie alle Tarfiverträge eine Wochenarbeitszeit knapp unter 40 Stunden festschreiben. Die geleistete Arbeit wird jedoch auch künftig nicht allein zum Bezug von Arbeitslosengeld berechtigen. Voraussetzung ist außerdem die in Schweden bisher freiwillige Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse und somit die regelmäßige Zahlung von Beiträgen.

Wie die Tageszeitung Dagens Nyheter kürzlich berichtet hatte, erhalten von Schwedens derzeit insgesamt 356.000 Arbeitslosen im zwischen 20 und 64 Jahren 140.000 Personen, also 39 Prozent, weder Arbeitslosengeld noch anderweitige öffentliche finanzielle Unterstützung.

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