Bald ein Problem für Parteichef Stefan Löfvén? (Foto: Bertil Ericson/Scanpix)
Interner Streit

Saudi-Affäre spaltet Sozialdemokraten

Der Skandal um geheime schwedische Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien wird zunehmend auch für die oppositionellen Sozialdemokraten zur Belastung. Nachdem Verteidigungsminister Sten Tolgfors im Zuge des Skandals zurückgetreten ist und die Vorladung weiterer Regierungsmitglieder vor den Verfassungsausschuss zur Debatte steht, fordern schwergewichtige sozialdemokratische Organisationen eine Beendigung des Kooperationsabkommens mit Saudi-Arabien.

Das Abkommen war 2005 von den damals regierenden Sozialdemokraten geschlossen und von der jetzigen bürgerlichen Koalition weitergeführt worden. 2015 soll es planmäßig verlängert werden. Gegen eine Verlängerung haben sich unter anderem der Sozialdemokratische Frauenverband und der Sozialdemokratische Studentenverband ausgesprochen. Der außenpolitische Sprecher der Partei, Urban Ahlin, hatte im Schwedischen Rundfunk jedoch kürzlich erklärt, er könne für den Fall eines kommenden sozialdemokratischen Wahlsieges eine Beendigung des Abkommens nicht garantieren.

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