"Dieser Arbeitsplatz wird bestreikt" - so könnte es bereits am Freitag aussehen. (Foto: SR)
Arbeitskampf

Scharfe Worte vor möglichem Streik

Der Arbeitskampf im schwedischen Einzelhandel verschärft sich. Ab Freitag drohen 6.000 Gewerkschaftsmitglieder mit Streik, sollte bis dahin keine Tarifeinigung zu Stande gekommen sein. Nun erhalten die Arbeitnehmer Unterstützung von Schwestergewerkschaften aus dem Dachverband LO, wie die Tageszeitung Dagens Industri berichtet. So wollen ab dem 20. April auch Angestellte der Bau- und der Papierindustrie sowie Maler und Gebäudearbeiter mit Warnstreiks ihre Solidarität ausdrücken. Scharfe Kritik kam vom Arbeitgeberverband Svenskt Näringsliv.

Deren Vorsitzender Urban Bäckström warf den Gewerkschaften in einem Gastbeitrag für Dagens Industri vor, das schwedische Lohnmodell aufs Spiel zu setzen. Besonders ihre Gehaltsforderungen für junge Arbeitnehmer würden diesen den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren. Die Gewerkschaften im schwedischen Einzelhandel fordern 4,7 Prozent mehr Lohn, für junge Angestellte sogar 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung von 2,6 Prozent an. Dieses war der Lohnanstieg nach den Tarifverhandlungen in der Metallindustrie, die Ende des vergangenen Jahres stattfanden.

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