Von Säpo in die Irre geführt - Birgitta Almgren
Spitzel-Nachwehen

Schwedische Stasi-Affäre lässt Säpo schlecht aussehen

Die gegen die Historikerin Birgitta Almgren erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit ihrem Buch „Nicht nur Spione“ über mutmaßliche Stasi-Verbindungen schwedischer Bürger erscheinen jetzt in einem neuen Licht. Nach einem Bericht der Zeitung Svenska Dagbladet stützte Almgren ihre Schlussfolgerungen teilweise auf Akten der Sicherheitspolizei Säpo, die sich nachträglich als fehlerhaft erwiesen.

Dazu schreibt das Blatt, der Forscherin sei irrtümlich Einsicht in streng geheime Unterlagen gewährt worden. Als sie nach Bekanntwerden der Fehlinformationen erneut Akteneinsicht beantragt habe, sei ihr dies verweigert worden. In den inzwischen zurückgezogenen Aufzeichnungen hatte die Säpo eine mutmaßliche Stasi-Zuträgerin namentlich genannt.

Almgren hielt sich an die Auflagen und erwähnte die Frau in ihrem Buch ohne Nennung des Namens. Diese erkannte sich jedoch und warf daraufhin der Historikerin Verleumdung vor. Svenska Dagbladet nimmt für sich in Anspruch, den Verdacht gegen die Frau entkräftet zu haben.

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