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(Publicerat igår kl 17.16)
Reform-Opfer

Kommunen lassen psychisch Kranke im Stich

Publicerat fredag 27 april 2012 kl 13.26
Kommunen ignorieren Bedürfnisse psychisch Kranker
(2:04 min)
Psychisch Kranke bekommen vielfach keine Wohnung vermittelt

Menschen mit psychischen Behinderungen wie Autismus bekommen nicht die Betreuung, die ihnen gesetzlich zusteht. Dem jüngsten Bericht des Amts für Gesundheits- und Sozialwesen zufolge bietet nahezu die Hälfte der untersuchten Kommunen den Betroffenen ungeeignete Wohnungen an. Nachdem das Amt seit Jahren erfolglos auf die Mängel hingewiesen hat, werden diese Pflichtverletzungen nun ein Fall für die Gerichte.

Mit der großen Psychiatriereform in der Mitte der 1990er Jahre waren große Hoffnungen verbunden. Die geschlossenen psychiatrischen Anstalten wurden aufgelöst, die Verantwortung für die psychisch Kranken und geistig Behinderten wurde den Kommunen überschrieben. Sie sollen seitdem dafür sorgen, dass die Betroffenen eine Unterkunft bekommen, die ihren Bedürfnissen entspricht und sie gleichzeitig besser in die Gesellschaft integriert. Tatsache ist aber: Jede dritte Kommune bietet überhaupt keine Wohnung an, bei weiteren 12 Prozent entdeckte das Amt für Gesundheits- und Sozialwesen grobe Mängel. Der zusammenfassende Bericht wurde am Freitag der Regierung vorgelegt. 

Im Schwedischen Rundfunk sagte Generaldirektor Lars-Erik Holm: „Wir sehen deutlich, dass das System nicht funktioniert. Viele haben eine Bleibe, die eher einer Institution ähnelt. Die Menschen leben isoliert, und man kann sich ja die Frage stellen, ob man selbst über Jahre oder sogar Jahrzehnte auf zehn Quadratmetern wohnen möchte – ohne eigene Toilette und Küche.“ 

Jahrelange Mängel 

Dass die Kommunen ihrer Verantwortung nicht nachkommen, ist leider nichts Neues, stellt auch Generaldirektor Holm fest. Bereits vor zehn Jahren wiesen Gutachten eine Mängelliste auf, die sich von der jüngsten kaum unterscheidet. In den vergangenen vier Jahren bewilligte die Regierung den Kommunen Zuschüsse für die Betreuung psychisch Kranker und geistig Behinderter in Höhe von umgerechnet 430 Millionen Euro. Geschehen ist dennoch nichts. 

Beim zuständigen Amt für Gesundheits- und Sozialwesen gibt man sich selbstkritisch. Mit der Aufsicht sei man offenkundig zu nachlässig gewesen, räumt Generaldirektor Holm ein. „Wir haben diese Pflichtverletzungen bislang nicht vor Gericht gebracht, weil wir davon ausgegangen sind, dass die Kommunen von selbst darauf kommen, was zu tun ist. Doch nun haben wir die Probleme oft genug angesprochen und auch Lösungen vorgeschlagen, und trotzdem passiert nichts. Nun ist es an den Gerichten, den Kommunen zu vermitteln, wie das Gesetz auszulegen ist.“

Liv Heidbüchel/Daniel Öhman

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