Kein Kommentar: Ministerin Gunilla Carlsson
Swedfund erneut in der Kritik

Bauern in Sierra Leone hungern - aufgrund schwedischer Entwicklungshilfe

Bauern und Landarbeiter im afrikanischen Sierra Leone sind von Wassermangel und Hunger betroffen, nachdem sich ein von schwedischen Entwicklungshilfegeldern finanziertes Unternehmen ihr Land angeeignet hat. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, bitten die Eiwohner nun Schweden um Hilfe.

Im November vergangenen Jahres hatte das staatliche Entwicklungshilfeorgan Swedfund beschlossen, umgerechnet rund 9,5 Millionen Euro in das Bioenergieunternehmen Addax bionenergy in Sierra Leone zu investieren. Das Unternehmen übernahm von den in Armut lebenden Einwohnern für geringe Preise das Ackerland und die Nutzungsrechte für das Wasser und baut mittlerweile Zuckerrohr an, das zu Biobrennstoff verarbeitet und in Europa verkauft werden soll.

Wie Einwohner dem Schwedischen Rundfunk sagten, waren ihnen von Addax bioenergy im Gegenzug zu dem Landverkauf Sozialleistungen wie der Bau von Schulen und Krankenhäusern versprochen worden. Dies sei jedoch ausgeblieben. Die Anwältin Sonkita Conteh bezeichnete den Vorgang als "Verstoß gegen die Menschenrechte".

Die Ministerin für Entwicklungshilfe, Gunilla Carlsson, lehnte eine Stellungnahme ab. Das Entwicklungshilfeorgan Swedfund war bereits früher in die Negativ-Schlagzeilen geraten, so im Zusammenhang mit Korruptionsverdacht in Swedfunds größtem Fonds in Afrika.

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