Der Reichstag in Stockholm (Foto: Henrik Montgomery/Scanpix)
Finanzkrise

Schweden leiht Irland 600 Millionen Euro

Das schwedische Parlament hat beschlossen, der Republik Irland im Rahmen eines internationalen Hilfspakets umgerechnet 600 Millionen Euro zu leihen. Mit Ausnahme der Linkspartei und der Schwedendemokraten stimmten alle Fraktionen im Reichstag geschlossen für den Kredit. Schweden sei ein kleiner und offener Wirtschaftsraum, hieß es in der Befürwortung des Finanzausschusses . Somit sei man besonders anfällig für finanzielle und ökonomische Turbulenzen in der Nachbarschaft. Mit dem Darlehen solle einer möglichen Ausweitung der irischen Krise auf andere EU-Länder und letztlich auch auf Schweden vorgebeugt werden.

Im Zuge seiner Haushaltskrise hatte Irland im November 2010 internationale Finanzhilfe beantragt. Die EU, die EZB und der Internationale Währungsfonds schnürten noch im gleichen Monat ein Hilfspaket über 85 Milliarden Euro. Die Euroländer sowie Dänemark, Großbritannien und Schweden sicherten ihrerseits Hilfe zu und einigten sich auf ein zusätzliches Paket über 45 Milliarden Euro.

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