Aufmerksamkeitsdefizite

Geburt zum Jahresende - häufiger ADS?

Kinder, die zum Jahresende geboren werden, erhalten weit häufiger als andere eine Diagnose über Aufmerksamkeits-Defizitstörungen wie ADS. Wie die Tageszeitung Dagens Nyheter unter Berufung auf das Amt für Gesundheits- und Sozialwesen berichtet, ist das Risiko, eine solche Diagnose zu erhalten, bei im Dezember geborenen Jungen um 34 Prozent höher als bei im ersten Halbjahr Geborenen. Statistiken über die Medikamentenvergabe weisen nahezu das gleiche Muster auf.

Im Dezember geborene Jungen erhalten um 35 Prozent häufiger Medikamente gegen die Störung. Björn Kadesjö, Oberarzt für Kinder-Neuropsychiatrie am Sahlgrenska Krankenhaus Göteborg, sagte, die Diagnosen könnten Ausdruck von Unreife sein. Hätte man die Kinder in der Schule entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen behandelt, hätte man die Probleme vermutlich gering halten können. Agneta Hellström, Leiterin eines Beratungszentrums für betroffene Familien, bezweifelte, dass spät geborene Kinder zu häufig eine Diagnose erhielten. Stattdessen sei anzunehmen, dass bei in der ersten Jahreshälfte Geborenen entsprechende Störungen zu selten diagnostiziert würden.

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