Plant er schon den nächsten Angriff?
Verhaltensforschung

Heimtückisches Affentheater

Linkischer Affe verblüfft Forscher
1:17 min

Der Schimpanse Santino aus dem Zoo Furuviksparken bei Gävle ist ganz offenkundig ein einfallsreiches Tier. Vor drei Jahren gingen Berichte über den Affen um die Welt. Er bewarf Zoobesucher mit Steinen, die er zuvor zusammengesammelt hatte. Eine neue Studie zeigt nun, dass Santino noch gewitzter ist als zunächst angenommen.

Wie „Sveriges Radio“ berichtet, versuche Santino willentlich, die Zoobesucher hinters Licht zu führen, um dann seine Angriffe gegen sie fahren zu können .„Was die Sache so besonders macht, ist die Beobachtung, dass er sich etwas hat einfallen lassen, um die Menschen zu täuschen“, sagt der Verhaltensforscher Mathias Osvath von der Universität in Lund.

Der Affe wurde dabei beobachtet, Verstecke aus Stroh zu bauen, in denen er seine Steine lagert. Die getarnten Munitionslager platzierte er dabei so dicht wie möglich an der Besucher-Ballustrade, um unliebsame Schaulustige mit Steinen bewerfen zu können. Doch Santino baut nicht nur verkappte Munitionslager; der Primat unterdrückt auch sein normalerweise äußerst dominantes Verhalten und gibt sich lammfromm, um  seine Angriffspläne zu tarnen. Wenn er dann jedoch zum Angriff übergeht, lässt der Schimpanse die Maske fallen: „Unwissenschaftlich gesprochen finde ich, dass er richtig wütend aussieht, und das ist er dann wahrscheinlich auch“, so Mathias Osvath zu Sveriges Radio.  „Danach macht es manchmal den Eindruck, dass ihm das Werfen richtig Spaß gemacht hat.“

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