Hercules-Trümmer im Kebnekaise-Schnee (Foto: Scanpix)
Absturz am Kebnekaise

Hercules-Unglück von schwedischen Fluglotsen verursacht?

Das Flugzeug-Unglück vom 15. März am Kebnekaise-Massiv wurde möglicherweise durch falsche Anweisungen schwedischer Fluglotsen an den Piloten der norwegischen Hercules-Maschine verursacht. Aus dem am Freitag vorgelegten vorläufigen Abschlussbericht der staatlichen schwedischen Untersuchungskommission geht hervor, dass die schwedische Luftüberwachung in Kiruna wenige Minuten vor dem Unglück den norwegischen Piloten anwies, die bisherige Flughöhe von 4.000 Metern zu verlassen und auf 2.000 Meter herunterzugehen.

Dies ist durch Tonaufzeichnungen belegt. Der Pilot befolgte die Anweisung und prallte kurz darauf gegen den 2.106 Meter hohen Südgipfel des Kebnekaise-Massivs. Zum Zeitpunkt des Anpralls war ein Sichtflug wegen Nebels unmöglich. Im vorläufigen Abschlussbericht heisst es dazu, möglicherweise habe es ein Missverständnis zwischen den Fluglotsen und der Hercules-Besatzung gegeben. Die Fluglotsen in Kiruna wurden bisher nicht von der Kommission zum Hergang des Unglücks befragt.

Bei dem Unglück kamen alle fünf Insassen des norwegischen Hercules-Flugzeuges ums Leben. Der Anprall löste eine Lawine aus, die große Teile des Wracks unter sich begrub. Auch die Flugrekorder, die sogenannten Black Boxes, wurden bisher nicht geborgen. Der vorläufige Bericht der Untersuchungskommission soll nach der Auswertung der Aufzeichnungen im Laufe des Sommers vervollständigt werden. Die Vertreter der Kommission betonten vor der Presse, man habe bislang noch keine endgültigen Schlüsse gezogen.

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