Erik Hamrén gibt seine Traumelf bekannt
Kader für die EM bekannt gegeben

Ein Team zum Träumen?

"Wir arbeiten hart im Kollektiv"
3:32 min

Kaum Überraschungen bietet der Kader, den Nationaltrainer Erik Hamrén für die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine berufen hat. Die Mannschaft um Superstar Zlatan Ibrahimovic ist im Großen und Ganzen die gleiche, die sich für die EM qualifiziert hat. Einzig und allein die Berufung von Markus Rosenberg ließ aufhorchen, vor allem weil der Bremer den jungen aber verletzten Hoffnungsträger John Guidetti verdrängt.

Ein Name, auf den viele Fußballbegeisterte bei der Präsentation des Kaders am Montagabend gewartet haben, fehlte. Der 20-Jähige John Guidetti von Feyernoord Rotterdam ist verletzt und wird daher von Nationaltrainer Erik Hamrén nicht berücksichtigt. Für den Sportjournalisten Erik Niva von der Boulevardzeitung Aftonbladet schwindet damit ein Hoffnungsschimmer: „Für die Mannschaft muss das nicht unbedingt so viel bedeuten. Er war ja mehr als Ergänzungsspieler gedacht. Aber er ist eben jemand, der einem Spiel eine Wendung geben kann. Er wäre der positive Neuzugang nach der Qualifikation gewesen. Jetzt haben wir die Mannschafft, die sich durch die Qualifikation gekämpft hat. Das ist keine schlechte Mannschaft, aber sie ist auch ziemlich begrenzt in ihren Möglichkeiten. John Guidetti hätte den Traum vom ganz großen Erfolg ermöglichen können.“

Träumen - das tut auch Nationaltrainer Erik Hamrén. Ihm wird nachgesagt, dass er ganze Begegnungen vorher mit richtigem Ausgang träumt, ja sogar ganze Turniere. „Das ist meine Art das Spiel zu Visualisieren. Häufig war ich auch richtig gelegen. Es geht darum, für die Spieler vor der Partie festzulegen, was sie tun müssen. Ich träume von einer Medaille. Aber unsere Gruppe ist schwer. Wir können drei gute Spiele machen und trotzdem nicht weiterkommen. Wenn wir die Gruppenphase überstehen, träumen wir von einer Medaille.“

Viel hängt von Zlatan ab

Natürlich hängt viel vom absoluten Star der Truppe ab. Zlatan Ibrahimovic hat beim AC Mailand eine Saison mit vielen Höhen und einigen Tiefen gespielt. In der Nationalmannschaft kommt seine Klasse bisher eher selten zum Vorschein. Dennoch ist er Mannschaftskapitän und Hoffnungsträger. Für Guidetti rückt Markus Rosenberg nach. Die Verletzung des im Angriff so wichtigen Johan Elmander ist nicht so schwer. Er steht daher im Kader und kann spielen.

Schweden will erst einmal die Gruppe überstehen. Eine machbare Aufgabe findet Erik Niva: „Die Gruppe ist schwer zu beurteilen. Die Ukraine hat das schwächste Spielermaterial aber eben Heimvorteil. England hatte bis vor kurzem keinen Nationaltrainer, ist also schwer zu sagen, wie weit die sind. Und Frankreich kommt nach der enttäuschenden WM 2010 von ganz unten. Die Namen klingen also vielleicht gefährlicher als sie es wirklich sind für uns.“

Bei der WM in Südafrika war Schweden erst gar nicht dabei. Für die EM konnte man sich als bester Gruppenzweiter hinter Spanien qualifizieren. Dass die Blaugelben nicht zu den Topfavoriten zählen, weiß auch Erik Niva: „Klar sind unsere Möglichkeiten begrenzt. Wir arbeiten hart im Kollektiv. Unser niedrigstes Spielerniveau ist ziemlich hoch. Aber wir haben eben nicht die allerbesten Einzelspieler, die sich im Normalfall nicht mit den allerbesten Fußballnationen messen können.“  

Das Auftaktspiel ist am 11. Juni gegen den von Verletzungen geschwächten Gastgeber Ukraine. Es folgen England am 15. und Frankreich am 19. Juni. Dann werden die Fans wissen, inwieweit die Träume von Nationaltrainer Hamrén Wirklichkeit werden können.

Dieter Weiand

Schwedens EM-Kader

Tor:
Andreas Isaksson, PSV Eindhoven, 91 Länderspiele/0 Tore; Johan Wiland, FC Köpenhamn, 7/0; Pär Hansson, Helsingborg, 2/0

Verteidigung:
Mikael Lustig, Celtic, 23/1; Olof Mellberg, Olympiakos, 112/7; Andreas Granqvist, Genoa, 16/2; Martin Olsson, Blackburn, 8/4; Jonas Olsson, West Bromwich, 6/0; Behrang Safari, Anderlecht, 23/0; Mikael Antonsson, Bologna, 4/0

Mittelfeld:
Rasmus Elm, AZ Alkmaar, 22/1; Sebastian Larsson, Sunderland, 39/5; Kim Källström, Lyon, 90/16; Anders Svensson, Elfsborg, 126/18; Pontus Wernbloom, CSKA Moskva, 21/2; Samuel Holmén, Istanbul BB, 25/2; Emir Bajrami, Twente, 15/2; Christian Wilhelmsson, al-Hilal, 72/8

Angriff:
Zlatan Ibrahimovic, Milan, 75/29; Johan Elmander, Galatasaray, 63/16; Tobias Hysén, IFK Göteborg, 21/7; Ola Toivonen, PSV Eindhoven, 22/4; Marcus Rosenberg, Werder Bremen, 30/6

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