Protest auf der Facebook-Seite des Emmabodafestivals. Die abgebildete Person hielt Zeit ihres Lebens nicht allzu viel von Schallgrenzen.
Streit um Schallgrenzen

Drei Dezibel und ein Hitler-Vergleich

Schwedische Festivalbetreiber protestieren immer schärfer gegen Pläne des Zentralamts für Gesundheits- und Sozialwesen, die erlaubte Lautstärke bei Konzerten um drei Dezibel zu senken. So zeigt das Emmabodafestival, das jeden Sommer in Småland stattfindet, auf seiner Facebook-Seite ein Bild, das die Behörde mit Adolf Hitler und der SS vergleicht. Der Diktator wird mit einer Sprechblase abgebildet, in der er die Senkung der Lautstärke auf 97 Dezibel befiehlt.

Diese neue Obergrenze für Konzerte, Kinos oder Diskotheken hatte das Zentralamt Anfang des Monats ins Gespräch gebracht. Es berief sich dabei laut Schwedischem Rundfunk auf neue Forschungsergebnisse. Die Festivalbetreiber befürchten Einnahmeeinbußen durch schärfere Schallvorschriften. Ein Unterschied von drei Dezibel bedeutet eine Verringerung der Lautstärke um ein knappes Fünftel. Laut Wissenschaftlern wird diese Veränderung vom Menschen nur geringfügig wahrgenommen.

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