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Nach Fernsehbericht

Minister will mehr Imame in Schweden ausbilden lassen

Publicerat fredag 18 maj 2012 kl 11.26
Integrationsminister Ullenhag: "Ich war verwundert, dass die Frauen diese Reaktionen erhielten."

Integrationsminister Erik Ullenhag fordert eine höhere Zahl von in Schweden ausgebildeten Imamen. Damit reagiert er auf eine Reportage des Fernsehmagazins „Uppdrag Granskning“ vom Mittwoch, in der mehrere Imame gesetzeswidrige Ratschläge erteilt hatten. Der Zeitung Dagens Nyheter sagte Ullenhag, eine Ausbildung hierzulande würde ein anderes Wissen über schwedische Grundwerte vermitteln.

Forderungen nach einer staatlichen Imamausbildung lehnt er jedoch ab. Dies sei durch die Trennung von Staat und Kirche keine Frage für Politiker. Nach Agenturangaben werden die meisten Imame derzeit außerhalb Schwedens ausgebildet, beispielsweise in Saudi-Arabien. In der Fernsehreportage hatten zwei Journalistinnen mit versteckter Kamera zehn verschiedene Imame aufgesucht und vorgegeben, eine der Frauen werde von ihrem Mann misshandelt. Sechs Imame rieten davon ab, zur Polizei zu gehen. Ebenso viele waren der Ansicht, eine Frau habe nicht das Recht, Sex mit ihrem Mann zu verweigern.

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