Raoul Wallenberg im November 1944. Warum er wenige Wochen später verhaftet wurde, ist bis heute unklar. Die Biographie von Bengt Jangfeldt wartet mit einer neuen Theorie auf. (Foto: Scanpix)
Raoul Wallenberg

Biographie mit neuen Details

Eine neue Biographie über den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn die Rettung von Zehntausenden Juden organisierte, enthält neue Erkenntnisse über die Umstände seiner Verhaftung durch die Rote Armee. Wie Biograph Bengt Jangfeldt schreibt, habe Wallenberg im Januar 1945 bei seiner Festnahme 15 Kilo Gold und Schmuck in seinem Auto versteckt. Die sowjetischen Truppen hätten dies für Nazigold gehalten.

Jangfeldt geht jedoch laut Tageszeitung Svenska Dagbladet davon aus, dass die Wertsachen geretteten Juden gehörten. Wallenberg habe sie nach Schweden in Sicherheit bringen wollen. Der Biograph stützt seine Erkenntnisse auf die Berichte von Zeitzeugen. Nach der Verhaftung wurde Wallenberg in die Sowjetunion verschleppt, ab Mitte 1947 verliert sich seine Spur. Nach sowjetischer Lesart soll Wallenberg dann in seiner Zelle einem Herzinfarkt erlegen sein. Schwedische Historiker zweifeln diese Version bis heute an.

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