"Eine friedliche, demokratische und rechtssichere Gesellschaft" - so stellen sich Enström und Reinfeldt das Afghanistan der Zukunft vor. (Foto: Maja Suslin)
Nato-Treffen

Reinfeldt fordert langfristige Strategie für Afghanistan

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hält am zweiten Tag des Nato-Spitzentreffens in Chicago die Einführungsrede. Bei dem Treffen des Militärbündnisses geht es am heutigen Montag um eine zukünftige Strategie für die Zeit nach dem Abzug aus Afghanistan in zwei Jahren. In einem Beitrag für die Tageszeitung Svenska Dagbladet fordert Reinfeldt gemeinsam mit Außenminister Carl Bildt und Verteidigungsministerin Karin Enström, dass die internationale Unterstützung für Afghanistan langfristig angelegt sein müsse. Daher werde Schweden seine Entwicklungshilfe für das Land in den kommenden Jahren um 20 Prozent aufstocken.

Gleichzeitig betonten Reinfeldt, Bildt und Enström, dass ihre Regierung weiterhin keine Mitgliedschaft in der Nato anstreben werde. Schweden gehört jedoch seit 1994 der sogenannten „Partnerschaft für den Frieden an“, in der eine militärische Zusammenarbeit mit der Nato geregelt wird. Dieser Partnerschaft gehören unter anderem auch die Länder der früheren Sowjetunion an. In Afghanistan ist Schweden seit 2002 im Rahmen des Mandats der Vereinten Nationen aktiv. Derzeit sind rund 500 Soldaten im nordafghanischen Mazar-i-Sharif stationiert.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".