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Euphorie nach Rekordwertung für Loreen
Eurovision Song Contest

Jubel und Sorge nach Schwedens Triumph

Nach dem Sieg beginnt die Suche
3:41 min

Der Sieg Schwedens beim Eurovision Song Contest in Baku wirft organisatorische Probleme auf. Zur Freude über den Erfolg des Titels „Euphoria“ der Sängerin Loreen kommt die Sorge um die damit verbundene Austragung des Wettbewerbs im nächsten Jahr in Schweden. Die am besten geeignete Globen-Arena in Stockholm steht nicht zur Verfügung, weil dort in derselben Woche Matches der erneut gemeinsam mit Finnland ausgerichteten Eishockey-Weltmeisterschaft stattfinden, so auch das Endspiel. Ob die neue Groß-Arena in der Stockholmer Vorstadt Solna für den Schlagerwettbewerb genutzt werden kann, steht noch nicht fest. Deshalb gibt es Überlegungen, zumindest die beiden Halbfinales nach Göteborg und Malmö zu verlegen.

18 Mal die maximale Punktzahl, das zweitbeste Ergebnis überhaupt in der Geschichte des Eurovision Song Contest. Loreen war als haushohe Favoritin nach Aserbaidschan gekommen und hat die Erwartungen mehr als erfüllt.

„Das ist phantastisch, ich freue mich wahnsinnig“, so die Künstlerin unmittelbar nach ihrem Erfolg am Samstagabend. Die Veranstaltung war nicht unumstritten, wegen der Verhältnisse im Gastgeberland, das Menschenrechte nur wenig achtet.

Loreen hatte im Vorfeld Menschenrechtsorganisationen in Baku getroffen. Das war ihr wichtig, wie sie dem Schwedischen Fernsehen erzählt: „Menschenrechte sind nicht von der Politik zu trennen. Wenn die Politik funktioniert, funktioniert der Rest. Das verstehe auch ich. Aber ich will nicht, dass man glaubt, ich sei für die Opposition. Das tue ich nicht, weil ich darüber zu wenig weiß. Ich bin einfach nur eine Frau aus dem Volk.“

Perfekte Performance

Im Mittelpunkt steht für Loreen jedoch ihre Musik und ihre Performance. Und die waren an jenem Abend perfekt: „Es geht nicht nur um die Musik. Da gibt es auch andere Botschaften. Die vielleicht nicht jeder sofort erkennt. Aber klar kann man sich fragen, was der Tanz aussagen soll, oder warum ich barfuß bin. Ich habe mich gefreut, dass so viele meinen Auftritt mochten.“

Nach dem Triumph in Aserbaidschan ist also Schweden der Austragungsort des nächsten Eurovision Song Contest. Eine Ehre, die vor allem mit enormen Kosten verbunden ist. Die Intendantin des Schwedischen Fernsehens, Eva Hamilton, ist jedoch zuversichtlich: „Entweder sagt man, das ist phantastisch, eine Ehre für Schweden, für die Musikindustrie, und dass es eine Ehre für das Schwedische Fernsehen ist, dies auszurichten. Oder soll man sich Sorgen wegen der Kosten machen. Ich glaube wir schaffen das, und dass wir eine professionelle Vorstellung bieten werden.“

Schweden eine Macht

In kaum einem anderem Land wird dieser Wettbewerb so ernst genommen, wie in Schweden. Allein die nationalen Ausscheidungen erreichen ein Riesenpublikum. Zum fünften Mal hat das Land den europäischen Wettbewerb gewonnen und auch hinter den Kulissen ist Schweden eine Macht. Im Finale stammten 10 der 26 Beiträge aus schwedischen Federn. So ist es denn folgerichtig, dass die Fernsehchefin Schützenhilfe aus der Politik erhält. Kulturministerin Lena Adelsohn Liljeroth ist jedenfalls begeistert: „Das hilft doch der Musik. Und es ist eine Gelegenheit Schweden zu präsentieren. Diese Chance sollten wir nutzen.“

Bleibt noch die Frage des Austragungsortes zu klären. Mehrere Möglichkeiten bieten sich an, so Eva Hamilton. „Wir haben diesen Event bereits in Malmö, Göteborg und Stockholm durchgeführt. Alle drei Städte kommen in Frage. Der Globen ist allerdings wegen der Eishockey-WM ausgebucht. Aber wir haben auch noch andere Arenen.“

Fragt sich nun, ob diese auch für eine derartige Mammutveranstaltung geeignet sind. Allein in Stockholm befinden sich derzeit zwei Arenen im Bau. Am besten erscheint die „Friends“-Arena im Stockholmer Vorort Solna. Das Fußballstadion mit schließbaren Dach soll im kommenden Frühjahr fertig gestellt sein.

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