Wenig Geld für Verbrechensopfer
Neue Studie

Schadenersatz für Verbrechensopfer zu gering

Verbrechensopfer in Schweden dürfen nur mit vergleichsweise geringem Schadenersatz rechnen. Wie der Schwedische Rundfunk unter Verweis auf eine aktuelle Studie der Universität Lund berichtet, stößt dieser Umstand bei den Verbrechensopfern selbst und in der Allgemeinheit auf Unverständnis.

In der Gesellschaft existierten offenbar recht klare Vorsstellungen von angemessenen Schadenersatz-Summen, sagte der für die Studie verantwortliche Rechtssoziologe Karl Dahlstrand. Bemerkenswert sei zudem, dass Opfer von Verbrechen und Unbeteiligte im Wesentlichen übereinstimmende Auffassungen hätten.

Laut den Befragten sind die tatsächlichen Beträge entschieden zu niedrig. So erhält ein Mensch, der einem Raub zum Opfer gefallen ist, in Schweden derzeit umgerechnet etwa 1100 Euro Schadenersatz. Opfer sowie unbeteiligte Befragte halten stattdessen 5500 Euro für angemessen. In der Untersuchung waren insgesamt 1400 Personen nach ihren Vorstellungen für angemessenen Schadenersatz bei Körperverletzung, Raub und Vergewaltigung befragt worden.

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