Sorgenkind: Schule in Schweden
Bericht der Schulaufsicht

Schule in Schweden ungenügend

Die Situation an Schwedens Schulen ist vielfach Besorgnis erregend. Dies belegt der Bericht der Schulaufsicht, der am Freitag der Regierung übergeben wird. Demnach hat jeder zehnte Schüler zeitweise Angst vor der Schule und die Zahl der Schüler, die die neunte Klasse ohne gültigen Abschluss verlassen, steigt.

Die Leiterin der Schulaufsicht, Ann-Marie Begler, sagte, eine Reihe von Lokalpolitikern hätte mittlerweile nicht einmal mehr die Zielsetzung, dass alle Schüler den Abschluss erreichten. "Wir haben es zum Beispiel mit Kommunalpolitikern zu tun, die als Ziel postulieren: 80 Prozent der Schüler in unserer Schule sollen einen vollständigen Abschluss schaffen. Wenn man so an die Dinge herangeht, zeigt das niedrige Erwartungen an die Schüler wie auch an die Mitarbeiter, die man in der Schule angestellt hat."

Insgesamt 1075 Schüler verließen im vergangenen Jahr die neunte Klasse, ohne auch nur in einem einzigen Fach das Klassenziel erreicht zu haben. Insgesamt weist die Mehrzahl der Grund- und Gymnasialschulen laut dem Bericht unbefriedigende Lernergebnisse auf. Die Hälfte der befragten Lehrer gab an, hilfsbedürftige Schüler erhielten keine Unterstützung.

Die schwedische Schule gilt seit langem als massives Problemfeld. Das Interesse für den Lehrerberuf ist dramatisch gesunken.

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