Nicht überall gern gesehen
Nach EU-Forderung

Mensch und Wolf: Plan wirbt um Versöhnung

Erstmals liegt ein landesweiter Verwaltungsplan für den Wolfbestand in Schweden vor. Der Plan wurde am Donnerstag vom Naturschutzamt vorgelegt. Hauptziele dabei sind die Bewahrung eines starken Wolfsstammes sowie eine Politik, die das Zusammenleben von Mensch und Wolf erleichtert.

Die Sicht auf den Wolf sei stark polarisiert. Diese Polarisierung zu mindern, sei eine der größten Herausforderungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Amtes.

Der Verwaltungsplan ist Ergebnis von Aufforderungen durch die EU-Kommission, die das Nichtvorhandensein entsprechender Richtlinien in Schweden mehrfach kritisiert hatte. Bislang fehlen in dem Plan aber detaillierte Festlegungen, so über die gewünschte zahlenmäßige Stärke des künftigen Stammes. Zudem wird nicht näher beschrieben, was unter einem genetisch gesunden Wolfsstamm zu verstehen sei. Man wolle entsprechenden Politikerentscheidungen nicht vorgreifen, hieß es seitens des Naturschutzamtes. Es handele sich um eine erste Plattform für die künftige Arbeit. Genauere Angaben werden innerhalb eines Monats erwartet. Bis dahin soll das Amt eine Analyse der Anfälligkeit des Stammes vorlegen, was Hinweise auf die geplante zahlenmäßige Stärke geben wird.

In dem Bericht wird betont, dass die Inzucht innerhalb des schwedischen Wolfsstammes zurückgehen muss und der Stamm nicht zu klein werden darf, um langfristig überleben zu können. Nötig sei andererseits eine Minderung der Schäden, die Wölfe vor allem an zahmen Tieren anrichteten. 

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