Von Islamisten aus Schweden bedroht: Jyllands-Posten
Geplanter Anschlag in Kopenhagen

Schwedische Terroristen verurteilt

Im viel beachteten Terror-Prozess im dänischen Glostrup sind vier Männer, darunter drei schwedische Staatsbürger, wegen Vorbereitung eines Anschlags zu jeweils zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht befand die Angeklagten für schuldig, als Rache für die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed ein Blutbad in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten geplant zu haben.

Fast sieben Jahre ist es inzwischen her, dass Jyllands-Posten die Mohammed-Karikaturen des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard veröffentlicht hat. In ihrem anhaltenden Hass hatten die Männer fünf Jahre später, im Dezember 2010, als Vergeltung für die Publikation vor allem Journalisten des Blattes töten wollen. Als Alternative hatten sie die im gleichen Gebäude befindliche Zeitung Politiken ins Auge gefasst. Bei Nichtgelingen des Eindringens in die Redaktionsräume seien die Täter aber auch bereit gewesen, "Menschen irgendwo anders totzuschlagen", so die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlußplädoyer Ende vergangener Woche.

Erfolgreiche länderübergreifende Zusammenarbeit

Die Verurteilten Munir Awad, Omar Abdalla und Sahbi Zalouti, die allesamt einen schwedischen Pass besitzen, sowie ihr tunisischer Komplize Mounir Dhahri bestritten die Vorwürfe. Nach verbüßter Strafe werden sie zudem aus dem Land ausgewiesen, so das Urteil weiter. 

Vereitelt werden konnte der Terroranschlag nur wenige Stunden vor der Umsetzung dank intensiver Beschattung durch die schwedische Sicherheitspolizei Säpo. Sie hatte im selben Jahr die Kollegen in Dänemark über die mutmaßlichen Terrorpläne informiert. Im Dezember schließlich konnten drei der Terroristen in einer Wohnung in Kopenhagen festgenommen werden. Der vierte wurde kurz darauf in Järfälla bei Stockholm gestellt. Bei der Festnahme hatte die Polizei Waffen, Munition sowie große Mengen an Bindeband gefunden, mit dem die Täter offenbar Geiseln fesseln wollten.

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