Johan Persson (links) und Martin Schibbye wurden im Juli 2011 festgenommen.
Gefangene Journalisten

Neue Hoffnung für Schibbye und Persson

Ein Begnadigungskomitee der äthiopischen Regierung will die Haftstrafen der zwei schwedischen Journalisten Martin Schibbye und Johan Persson neu untersuchen lassen. Das berichtet die Tageszeitung Dagens Nyheter und beruft sich dabei auf Quellen innerhalb der Regierung in Addis Abeba. Beobachter sehen darin einen Schritt hin zur Freilassung der beiden Schweden.

Die Untersuchung soll den Zeitungsangaben zufolge überprüfen, wie sich Schibbye und Persson in der Haft aufführten. Dazu würden etwa ihre täglichen Aktivitäten sowie ihr Umgang mit Mithäftlingen zählen. Die zwei Journalisten waren im Juli vergangenen Jahres in der Provinz Ogaden im Osten Äthiopiens festgenommen worden. Im Dezember wurden sie zu elf Jahren Gefängnis wegen illegaler Einreise und Unterstützung von Guerilla-Truppen verurteilt. Dabei handelte es sich um die Nationale Befreiungsfront von Ogaden, die die Regierung als terroristisch einstuft. Schibbye und Persson hatten eine Berufung abgelehnt und hoffen stattdessen auf eine Begnadigung.

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