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Genehmigungsverfahren

Massive Kritik am geplanten Endlager

Publicerat måndag 11 juni 2012 kl 11.50
Wohin mit dem radioaktiven Abfall?
(2:06 min)
So stellt sich SKB das nukleare Endlager bei Forsmark vor (Copyright Laj illustration, SKB)

Wie sicher ist Schwedens geplante Endlagerung für Kernkraftabfall? Mehrere Instanzen üben jetzt Kritik am vorgesehenen Endlager beim AKW Forsmark. Wie der Schwedische Rundfunk am Montag meldet, haben unter anderem die bisher weitaus positiv eingestellte Gemeinde Östhammar sowie der Schwedische Naturschutzverband Bedenken angemeldet. Sie sind der Meinung, dass wichtige Angaben fehlen, um davon ausgehen zu können, dass das radioaktive Material tatsächlich sicher genug verwahrt wird.

Das Genehmigungs- und Auswahlverfahren für das Endlager beim Kernkraftwerk Forsmark ist nach schwedischen Angaben einzigartig in der Welt. Das für die Lagerung von radioaktivem Abfall zuständige Unternehmen Svensk Kärnbränslehantering (SKB) hat vorgeschlagen, den Brennabfall dort 500 Meter tief im Felsen, in einem gußeisernen Behälter zu deponieren, der von einer etwa fünf mal fünf Meter großen Kupferkapsel umhüllt wird.  Jetzt waren mehrere Instanzen aufgerufen, zu diesem Vorschlag Stellung zu beziehen. Viele von ihnen machen dabei schwerwiegende Mängel aus.

Am schärfsten fällt die Kritik der Umweltverbände aus, unter ihnen der schwedische Naturschutzverband „Naturskyddsföreningen“. Er ist unter anderem der Ansicht, es mangele an wissenschaftlichen Beweisen, dass die Kupferkapseln tatsächlich die versprochenen 100.000 Jahre halten werden.

Zweifel an der Haltbarkeit

Aber auch die betroffene Kommune von Östhammar, die dem Projekt bisher vornehmlich aus finanziellen Gründen aufgeschlossen gegenüber stand, möchte weitere wissenschaftliche Belege für die Standhaftigkeit der Behälter sehen. Im Allgemeinen sind sich die Instanzen darüber einig, dass sich SKB bereits früh auf eine einzige Methode festgelegt und andere Alternativen nicht ausreichend überprüft habe.

So hat die Universität Uppsala beispielsweise vorgeschlagen, das Material in mehrere Kilometer tiefen Bohrlöchern zu deponieren. Weiter gibt es den Vorschlag, den Strahlenabfall in moderneren Anlagen wieder aufzubereiten.

Richtige Wahl?

Auch an der Wahl des Ortes wurde Kritik geäußert. Hat SKB tatsächlich die beste Gesteinsformation gewählt, oder lediglich die Gemeinde, die der Kernkraft am wohlsten gesonnen ist?

SKB hat bisher zu den Kritikpunkten nicht Stellung genommen, sondern ist erst einmal damit beschäftigt, die Ergänzungen zu liefern, die von den Instanzen eingefordert wurden. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Genehmigungsverfahren fortgesetzt werden. Am Mittwoch wird erst einmal die NEA, das Kernkraftorgan der OECD, ihren Abschlussbericht der Öffentlichkeit vorstellen.

Pelle Zettersten / Dieter Weiand

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