Vor allem Krankenhäuser in Stockholm, Malmö, Göteborg und Umeå melden, dass die Proteste der jungen Krankenschwestern und Pfleger den Betrieb während des Sommers beeinträchtigen.
Protest der Krankenschwestern

Zweifel an Erfolgschancen des Protests

Die Proteste junger Krankenschwestern und Pfleger wirken sich vielerorts schwerer auf die Krankenversorgung während des Sommers aus als in früheren Jahren. Das bestätigten mehrere große Krankenhäuser dem Schwedischen Rundfunk. Seit sechs Wochen demonstrieren Tausende Berufsanfänger für ein höheres Einstiegsgehalt. Experten bezweifeln jedoch mittlerweile die Erfolgsaussichten des Protests.

So nannte der Streikforscher Christer Thörnqvist von der Universität Linköping den Streik zwar historisch, da keine andere Berufsgruppe seit dem Zweiten Weltkrieg eine solche Gehaltsforderung gestellt hätte. Sie sei jedoch so hoch, dass die kommunalen Arbeitgeber diese Bedingung kaum erfüllen könnten. Die Krankenschwestern und Pfleger fordern ein Einstiegsgehalt von 2.700 Euro. Bislang liegt der Durchschnittslohn rund 600 Euro darunter. Thörnqvist sagte weiter, viele hätten zudem noch keinen sicheren Job. Je länger die Proteste andauerten, umso lukrativer würden Angebote, die unter der geforderten Grenze liegen.

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